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EPS und Wirtschaft-
lichkeit


Die Energiewende braucht die flächendeckende energetische Sanierung unserer Wohngebäude. Und die funktioniert nur mit bezahlbaren und in großen Mengen herstellbaren Dämmmaterialien. Alternative Dämmstoffe sind sowohl in Sachen Materialpreis als auch in der Verarbeitung meist um ca. ein Drittel teurer, neuartige Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen kosten teilweise noch mehr. Doch die internationalen Klimaschutzziele sind nur erreichbar und die Energiewende kann nur zum Erfolgsmodell werden, wenn ihre Umsetzung für alle Beteiligten bezahlbar bleibt und wirtschaftlich ist. Neben attraktiven Förderbedingungen sind ökonomische Baumaterialien wie EPS dafür unverzichtbar.


Was ist “wirtschaftlich”?

Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit gibt es nicht nur rein ökonomische Parameter, die von der Frage ausgehen, wann eine Investition das eingesetzte Geld wieder “einspielt”. Zielführender ist es zu fragen: “Welchen Wert hat für mich ein Produkt oder eine Leistung? Welchen konkreten, langfristigen Nutzen bringen sie?” Die Antwort kann individuell unterschiedlich ausfallen. Im Fall einer Wärmedämmung geht es vielen Hausbesitzern natürlich um die Einsparung von Heizenergie und damit auch um Heizkosten. Wichtig sind den Bürgern jedoch auch der Werterhalt ihrer Immobilie, ein angenehmes Wohnklima sowie der Klima- und Umweltschutz.

Wärmedämmung beschränkt sich also nicht allein auf die Frage: “Wann amortisiert sich meine Investition durch weniger Heizkosten?”, sondern berücksichtigt vielfältigen Zusatznutzen.

Die wirtschaftliche Bilanz von EPS Dämmstoffen ist unserer Erfahrung nach positiv. EPS ist konkurrenzfähig und vor allem zukunftsfähig.

Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung ABG FRANKFURT HOLDING



Wann sich EPS-Dämmung amortisiert

Wärmedämmung ist wirtschaftlich, wenn sie über ihre Lebensdauer eine Heizkostenersparnis bewirkt, die ihre Kosten mindestens aufwiegt. Je schlechter der energetische Ausgangszustand der Bausubstanz, desto schneller amortisiert sich eine Fassadendämmung. Bei der EPS-Fassadendämmung eines Hauses, das in den 60er und 70er Jahren, also vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977, errichtet wurde, ist das nach Berechnungen des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) in der Regel nach etwa vier bis zehn Jahren der Fall.

Natürlich ist jedes Haus anders und im Einzelfall braucht es einen qualifizierten Energieberater, um bereits im Vorfeld und vor Ort die Dauer der Amortisation einer Fassadendämmung berechnen zu können. In die Rechnung einbezogen werden dabei die sogenannten “Ohnehin-Kosten”, die im Rahmen einer fälligen Renovierung (wie etwa Kosten für Gerüst-, Putz- oder Malerarbeiten) sowieso anfallen.


Wirtschaftlichkeit von wärmedämmenden Maßnahmen. Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München, 2015 Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) hat die zu erwartenden Amortisationszeiträume für unterschiedliche Dämmmaßnahmen errechnet – je älter das Haus, desto lohnender die Sanierung

Das Alter spielt eine entscheidende Rolle bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Die oben genannte Faustregel besagt auch, dass es bei relativ modernen Häusern länger dauern kann, bis die Wärmedämmung sich rechnet. Häuser, die zwischen 1977 und 1995 gebaut wurden, erfüllen bereits gewisse energetische Standards, sodass das Sanierungspotenzial hier in der Regel etwas niedriger ist.

Die Dämmung der Außenwände amortisiert sich bei diesen Häusern je nach Bausubstanz in der Regel innerhalb eines Zeitraums von 9 bis 22 Jahren mit einem Mittelwert von ca. 14 Jahren. Auf den ersten Blick mag das lang erscheinen, bedenkt man jedoch die lange Lebensdauer eines Wärmedämmverbundsystems auf EPS-Basis, die mehr als 40 Jahre beträgt, dann erweist sich die Investition meist als lohnend.

Diese Erfahrungswerte basieren natürlich zu einem großen Teil auf Dämmsystemen, die in den 60er bis 80er Jahren verbaut wurden. Doch auch die Systeme und Materialien wurden weiterentwickelt: Beispielsweise hat grafithaltiges, graues EPS, das sich mehr und mehr im Markt etabliert, eine noch höhere Dämmwirkung als das konventionelle weiße Material.



Frank Junker
Geschäftsführer ABG Frankfurt Holding

Warum ist Ihnen die Energieeffizienz Ihres Portfolios wichtig?

Wir dämmen unsere Immobilien seit fast 25 Jahren. Nicht etwa, weil es eine gesetzliche Vorschrift gab, sondern weil wir wissen, dass die Beheizung von Immobilien 40 % des gesamten Energieverbrauchs ausmacht. Unser Handeln ist Teil einer gesellschaftspolitischen Verantwortung, mit nicht erneuerbaren Energien verantwortungsvoller umzugehen. Und das fängt an der Fassade an! Das ist die einfachste und günstigste Maßnahme, Energieeffizienz im Immobiliensektor umzusetzen: das Gebäude zu dämmen.

 

Für welche Art der Dämmung entscheiden Sie sich bei den von Ihnen verwalteten Objekten und aus welchen Gründen?

Wir entscheiden uns in der Regel für eine Dämmung mit EPS. Das hat mehrere Gründe. EPS ist leicht zu verarbeiten und günstig zu beziehen. Außerdem eignet es sich gut zur Gestaltung von Fassaden. Wir haben auch andere Dämmmaterialien untersucht, sind aber immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen: Das günstigste und am besten zu verarbeitende Material ist und bleibt EPS.


Wie ist Ihre wirtschaftliche Bilanz mit der Fassadendämmung?

Unsere Bilanz zeigt durchweg rentable Zahlen. Dämmmaßnahmen sind in der Regel Modernisierungsmaßnahmen, die zum Teil auf den Mieter umgelegt werden können, wenngleich wir natürlich ein Interesse daran haben, den Mieter nicht übermäßig zu belasten. Da spielt der günstige Preis von EPS auch eine Rolle und das Nutzer-Investor-Dilemma egalisiert sich in gewisser Weise, da der Mieter zwar an den Umlagen beteiligt wird, diese aber – gemessen an der Energieersparnis – finanziell erträglich bleiben.




Behaglichkeit und gesundes Wohnklima

Ob eine Investition sich lohnt, ergibt sich nicht nur aus rein monetären Aspekten. Auch ein angenehmeres Wohnklima und eine deutlich erhöhte Behaglichkeit sowie die Gelegenheit zur ästhetischen Aufwertung der Fassade oder der Erhalt der Bausubstanz haben einen reellen Wert. Auch aus diesen Gründen sind viele Hauseigentümer bereit, in eine Sanierung zu investieren.

Bei einer energetischen Sanierung geht es nicht immer um Geld. Allergiker berichten von einem Rückgang ihrer Beschwerden und auch gesunde Menschen fühlen sich in gedämmten Räumen wohler.

Prof. Dr. Natalie Eßig, Professorin für Baukonstruktion und Bauklimatik an der Hochschule München und Gesellschafterin des Bau-Instituts für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen GmbH (BiRN)



Raumklima und Innovation. Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, 2006 Weisen Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur im Raum ein ausgeglichenes Verhältnis auf, so empfinden wir den Raum als behaglich

Ein behagliches Raumklima durch wirksamen Temperaturausgleich

Bereits geringe Schwankungen von Temperatur und Luftzirkulation haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ist die Temperatur innerhalb eines Raumes durch Heizen höher als die Temperatur direkt an der Wand, da nicht oder nur unzureichend gedämmt wurde, so spüren wir das – schon 3°C Abweichung führen zu einer erhöhten Zirkulation der Raumluft und damit zu einem Verlust an Behaglichkeit. Tatsächlich kann die eigentliche Raumtemperatur in einem gut gedämmten Haus sogar niedriger sein als in einem ungedämmten, ohne dass wir darunter leiden. Das spart Heizkosten und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit bei ungedämmten Wänden oft höher. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Raumklima, sondern kann auch für die Bausubstanz gefährlich werden.


Verbraucherumfrage zum Thema „Energetische Gebäudesanierung und Handwerkerleistungen“. forsa / Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., 2012 Viele Gründe können für eine energetische Sanierung sprechen

An kalten Stellen der Außenwand sammelt sich Feuchtigkeit

Schimmel vermeiden durch Fassadendämmung

Die Luft in ausgekühlten Räumen speichert weniger Feuchtigkeit als die in warmen, gedämmten Räumen. Diese Feuchtigkeit kann an kalten Stellen der Innenwand Schimmel verursachen und sich sogar an Möbeln und (“klammen”) Textilien niederschlagen. Eine Dämmung sorgt für ausreichend hohe Oberflächentemperaturen der Innenseiten von Außenbauteilen. Das vermindert einerseits das Schimmelrisiko und andererseits wird durch den Temperaturausgleich zwischen Wand und Raumluft das Klima angenehmer; es “fröstelt” einen nicht mehr unangenehm. Die Innenräume werden schneller warm und geben diese Wärme nicht gleich wieder durch die kalte Außenwand ab. Umgekehrt sorgt die EPS-Dämmung im Sommer sehr wirkungsvoll für eine angenehme Kühle in den Wohnräumen und damit das ganze Jahr über für einen höheren Wohnkomfort.


Bausubstanz dauerhaft schützen

Eine Gebäudehülle unterliegt verschiedenen Beanspruchungen, die von mechanischen Belastungen bis zu Witterungseinflüssen reichen. Im Laufe der Jahre leidet jede Fassade; sie wird rissig oder stumpf und damit langsam unansehnlich. Wenn der Zeitpunkt für Instandhaltungsmaßnahmen an Putz und Farbe gekommen ist, lohnt es sich, auch über energetische Sanierungsmaßnahmen nachzudenken. Die Fassadendämmung mit EPS ist hier ein wirkungsvoller und nachhaltiger Schutz. Gleichzeitig ist die gedämmte und neu verputzte Fassade bei entsprechender Planung und Gestaltung optisch sehr ansprechend.

Viele Häuser gewinnen durch eine Fassadensanierung an ästhetischem Wert

Auch Einzelmaßnahmen wie eine Fassadendämmung werden durch die KfW mit 10 % (maximal 5.000 € je Wohneinheit) bezuschusst

Noch wirtschaftlicher mit Geld vom Staat

Deutschland und Europa haben sich verpflichtet, unser Klima durch nachhaltige Reduktion der Emissionen des Treibhausgases CO₂ zu verbessern. Im Gebäudesektor werden rund 40 % unserer gesamten Energie verbraucht und ein Drittel des gesamten CO₂-Ausstoßes produziert. Daher hat die Öffentliche Hand eine Reihe von Förderprogrammen aufgelegt. Sie bieten dem Hausbesitzer günstige Darlehen und Zuschüsse für die energetische Sanierung. Diese Programme folgen dem Grundsatz: je höher die Energieeinsparung, desto höher die Fördersumme. Bei einer Komplettsanierung sind so bis zu 30 % der Kosten (max. 30.000 €) als Zuschuss möglich. Allerdings sind auch Einzelmaßnahmen wie eine Fassaden- oder Dachdämmung förderfähig.

Weitere Informationen zum Investitionszuschuss “Energieeffizient Sanieren” finden Sie auf den Seiten der KfW.



Fazit: EPS ist ein wirtschaftlicher Dämmstoff

  • EPS ist mit Abstand der kostengünstigste Dämmstoff, der sich gleichzeitig in großen Mengen herstellen lässt.

  • Die zunehmende Umstellung auf grafitversetztes, “graues” EPS bewirkt eine weitere Steigerung der Kosteneffizienz.

  • EPS ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Produkt.

  • EPS verfügt über hervorragende Dämmeigenschaften.

  • Polystyrol besteht zu 98 % aus Luft (geringe Wärmeleitfähigkeit).

  • EPS ist sehr leicht und dennoch robust und langlebig (40+ Jahre).

  • Der Aufwand bei der Verarbeitung und die damit verbundenen Kosten sind geringer als bei anderen Dämmstoffen (keine Schutzkleidung, geringeres Transportgewicht, einfacher Zuschnitt, problemlose Nachbearbeitung, einfache Lagerung).



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15.11.2018 10:52:12