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Studie


Wirtschaftlichkeit von wärmedämmenden Maßnahmen

Lohnt es sich, ein Gebäude energetisch zu sanieren, zum Beispiel die Außenwand nachträglich zu dämmen? Können die Kosten der Sanierungsmaßnahme über eine Reduzierung der Heizkosten im Laufe der Zeit wieder eingespielt werden? In der Öffentlichkeit wird zum Teil heftig über den Sinn energetischer Sanierungsmaßnahmen diskutiert. Die vorliegende Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) zeigt, dass die Rentabilität einer energetischen Sanierungsmaßnahme von vielen verschiedenen Faktoren abhängt.


So wird dargelegt, dass das Außen- und Innenklima und der energetische Zustand der Bauteile vor und nach der Sanierung genauso entscheidend sind wie die tatsächlichen Sanierungskosten, Kreditkosten und Laufzeiten sowie die beabsichtigte Nutzungsdauer. Neben diesen projektspezifischen Faktoren sind zudem unstete Parameter wie Energiepreis und Energiepreissteigerung sowie Realzinsentwicklung wichtig. All diese Faktoren müssen in eine Wirtschaftlichkeitsbewertung zwingend einfließen und so genau wie möglich bestimmt sein. Allgemeingültige Aussagen über die Wirtschaftlichkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen zu treffen, ist daher äußerst schwierig. Um dennoch zu einer realistischen Aussage zu gelangen, wurde eine sogenannte Monte-Carlo-Simulation durchgeführt. Diese wahrscheinlichkeitsgestützte Analyse zeigt, welche Eckdaten in 95 % aller Fälle zutreffen. Die Sensitivität bestimmter Eingabedaten und die Unsicherheiten von Wirtschaftlichkeitsberechnungen für energetische Sanierungsmaßnahmen werden dabei ermittelt und nicht, wie sonst üblich, ausgespart oder isoliert betrachtet. Die Studie kommt zu dem Schluss: Wärmedämmung rechnet sich.

Autoren:

  • Prof. Dr.-Ing. Andreas H. Holm
  • Dipl.-Ing. (FH) Christine Mayer
  • Dipl.-Ing. Christoph Sprengard

Datum: April 2015


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