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Die fünf häufigsten Vorurteile rund um EPS


Über die Social-Media-Kanäle gehen beim FSDE-Projektteam regelmäßig Fragen zum Thema EPS-Fassadendämmung ein. Bei einer Auswertung wird jedoch  schnell klar, dass es immer noch einige Vorurteile gibt. Diese basieren meist auf Irrtümern, die Realität sieht jedoch häufig ganz anders aus.


Mythos vs. Realität:

Mythos 1: "Die hohen Kosten bei der energetischen Sanierung machen eine EPS-Dämmung unwirtschaftlich."


Für Hausbesitzer spielen die Kosten für eine neue Dämmung neben der Energieeinsparung und dem gesteigerten Wohnkomfort eine wichtige Rolle. Wie wirtschaftlich ist sie, und ab welchem Zeitpunkt und für welches Haus rechnet sich eine Dämmung?  EPS ist besonders wirtschaftlich: Es garantiert nicht nur eine ausgezeichnete Dämmleistung, sondern ist in der Investition günstiger als andere Materialien. Die Amortisationszeit hängt immer vom Zustand des Gebäudes ab und muss im Einzelfall bewertet werden. Je schlechter der energetische Ausgangszustand der Bausubstanz, desto schneller amortisiert sich eine Fassadendämmung. Seit Beginn des Jahres hat das Thema zusätzlichen Schwung bekommen: Höhere Zuschüsse von KfW und BAFA sowie die neu in Kraft getretene steuerliche Absetzbarkeit machen eine energetische Sanierung jetzt noch attraktiver: Bis zu 40.000 Euro der Kosten einer Gebäudesanierung werden vom Staat übernommen.



Mythos 2: "An gedämmten Fassaden bildet sich Schimmel."


Eine Fassadendämmung schützt die Bausubstanz vor Witterungseinflüssen wie Schlagregen, extremer Hitze oder Frost, aber auch vor starken Temperaturschwankungen. Auch die Gefahr von Schimmel an den Innenwänden wird durch eine Dämmung wirksam verringert, da sich dieser vorwiegend an kalten Oberflächen bildet. Ohne Fassadendämmung bleiben die Innenseiten der Außenwände kalt. So kann an ihnen die warme Raumluft kondensieren und sich Feuchtigkeit bilden – ein idealer Nährboden für Schimmelpilze. Wird die Außenwand mit einer Dämmung vor dem Auskühlen geschützt, wird auch die Kondensation verhindert, was einer Schimmelbildung effektiv vorbeugt.


Rygol Das Bild zeigt EPS-Abschnitte, die für die Wiederverwendung in neuen Produkten geschreddert werden.

Mythos 3: "EPS ist Sondermüll und lässt sich nicht entsorgen."

 

In vielen Fällen ist für rückgebautes EPS aus heutiger Sicht die energetische Verwertung in Müllheizkraftwerken noch der ökologische Weg, wie für fast alle anderen Dämmstoffe auch. Bei der Verwertung von EPS-Dämmstoffen ist zunächst zu unterscheiden, ob es sich bei rückgebauten Wärmedämmverbundsystemen um EPS mit dem heutigen Flammschutzmittel Polymer-FR oder um altes Material mit dem Flammschutzmittel HBCD handelt. Heutiges EPS mit polymerem Flammschutzmittel ist vollständig recycelbar. EPS-Abschnitte auf der Baustelle werden heute bereits von Herstellern und Entsorgern zurückgenommen und recycelt oder für die Herstellung neuer Dämmstoffe verwendet. Für HBCD-haltige Dämmstoffplatten aus dem Rückbau gibt es seit 2017 neue Vorgaben: Sind die Platten nur leicht verschmutzt, müssen sie getrennt von anderen Baustoffen gesammelt und entsorgt werden. Dabei muss die gesamte Entsorgungskette von der Baustelle zur Müllverbrennungsanlage dokumentiert werden.

Doch auch für diese alten Dämmplatten arbeitet die Branche an neuen Verwertungswegen. Ein weiterer Schritt zur Schließung des Kreislaufs ist das "PolyStyreneLoop-Projekt": Bei diesem werden verschmutzte EPS-Platten und solche, die noch das alte Flammschutzmittel HBCD enthalten, in ihre Grundbestandteile aufgelöst und erneut dem Produktionsprozess zugeführt. Die industrielle Pilotanlage für das "PolyStyreneLoop"-Verfahren befindet sich zurzeit im Bau.


Mythos 4: "Klimaschutz ist unnötig und Dämmung hilft nicht."


Die absolute Notwendigkeit eines weltweiten Klimaschutzes ist längst Konsens. Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2030 den CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 1990 um 55 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent reduzieren. Der Gebäude- und Wohnbereich steht für ein Drittel des gesamten CO2-Ausstoßes. Eine EPS-Dämmung verringert den Verbrauch beim Heizen deutlich und trägt daher erheblich zum Klimaschutz und zur Einsparung gerade von fossilen Energien bei. So können im Laufe der Nutzungsdauer je nach Ausgangszustand weit mehr als 100 t CO2 eingespart werden.



Mythos 5: "Die Brandgefahr durch EPS ist hoch. Der Grenfell Tower ist das beste Beispiel dafür."


Der Hochhausbrand in London im 24-stöckigen Grenfell Tower im Juni 2017, wurde durch einen technischen Defekt eines Kühlschranks ausgelöst. In einem Abschlussbericht der Untersuchungskommission wurde festgestellt, dass sich der Brand über eine nicht zugelassene, brennbare Wetterschutzbekleidung der Fassade weiter ausgebreitet hat und nicht etwa direkt über die Wärmedämmung, wie kurz nach dem Brand spekuliert wurde. Darüber hinaus war an der Fassade kein EPS verbaut. Rückschlüsse auf das Brandverhalten von Wärmedämmverbundsystemen, in denen EPS in Kombination mit einem Putz bündig an der Fassade angebracht ist, sind daher nicht möglich. Auch in Deutschland hat die Bundesbauministerkonferenz nach eingehender Prüfung festgestellt, "dass entsprechend der Zulassung hergestellte WDVS mit Polystyrol-Dämmstoffen sicher sind". EPS ist mit dem Flammschutzmittel Polymer-FR ausgestattet. Die Brandsicherheit von WDVS mit EPS wird durch zahlreiche Tests sichergestellt – EPS ist der am härtesten geprüfte Dämmstoff.


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10.08.2021 23:08:48

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